Kriegsenkelinnen von innen

Die Doppelnatur des Menschen

„Aber wie es da drinnen aussieht, das geht niemand was an“, das ist Refrain eines Liedes mit dem ich groß geworden bin.

Er besagt, dass wir Menschen eine Innenseite und eine Außenseite haben und die Unterscheidung auch ganz deutlich wahrnehmen können. Unsere äußere Form ist, wie wir im Außen erscheinen, unsere Innenseite zeigt unsere eigentliche Strukur, die die wir wirklich sind.

Als Kriegsenkelinnen verstehen sich Frauen, deren Mütter im Zweiten Weltkrieg kleine Mädchen waren, also Kriegskinder oder Nachkriegskinder, die in der Zeit von 1930 bis 1945 geboren sind. Frauen also, die heute ein Alter von 40 bis 70 Jahren haben.

Spezifisch an Kriegsenkelinnen ist, dass sie den Krieg selbst nicht erlebt haben, aber in ihrem Verhalten ähnliche Muster aufweisen, wie ihre Mütter und Großmütter, die tatsächlich im Krieg gegenwärtig waren. Die Phänome können in den nachfolgenden Generationen sogar noch ausgeprägter erscheinen. Frauen leiden an unterschiedlichen psychischen, physischen und  materiellen Belastungen. Auch wenn die Frauen in ihrer äußeren Form an das Leben angepasst erscheinen, sieht ihre Innenseite oft anders aus.

Immer wieder erleben sich betroffene Frauen in Gefühlen von Trauer, Scham, Schuld  und vor allem auch in Beziehungs- und Kommunikationsstörungen.  Viele von ihnen fühlen sich rastlos und verlangen sich im Alltag viel ab, nicht selten bis zur Erschöpfung. Sie orientieren sich oft mehr an der Anerkennung im Außen, als an den eigenen Wünschen und Bedürfnissen.

Kriegsenkelinnen sind oft im Widerstand mit ihren Müttern. Er erscheint als Antwort auf das Schweigen und die Emotionslosigkeit mit der sie aufgewachsen sind. Er ist ein Ausdruck der geringen Empathie, die sie in ihrer Kindheit für die eigenen Bedürfnisse und Belange erfahren haben.

In vielen Frauen ist auf der unbewussten Ebene eine Abwehrhaltung entstanden.  Als eingeprägtes Emotionsmuster bremst und verhindert diese Abwehrhaltung ihr Vorwärtsstreben bis heute. Dieser Konflikt im eigenen Inneren wird oft wenig erkannt und eher auf das Außen projiziert. 

Wenn wir im Leben, in unseren Beziehungen, in unserem Business erfolgreich sein möchten, gilt es, diesen inneren Konflikt in uns aufzulösen. Selbstbeobachtung und Selbstbewusstsein sind der einzige Weg, aus diesen destruktiven und eingespurten Wiederholungsschleifen auszusteigen.

Weil Zeit nicht alle Wunden heilt

Traumatisierende Erfahrungen sind zeitlos und werden an nachfolgende Generationen weitergegeben. Sowohl über Verhalten als auch als Zellinformation. So tragen wir als Kriegsenkelinnen die von unseren Müttern übertragenen Strukturen unbewusst in uns. Sie sind eingekabselt und unbewussst in unserem System erhalten.  Wir können sie nur mit einer konsequenten Selbstbeobachtung und mithilfe von analogen Methoden aufdecken und auflösen. Und sie bleiben auch in unseren Töchtern nicht ohne Wirkung.

Sie setzen sich als Beharrungstendenz von Generation zu Generation fort und können in unseren Töchtern Symptome von Essstörungen, Borderline-Erkrankungen und anderen Auffälligkeiten bewirken.

Mit Gregory Bateson können diese Wirkungen auf „komplizierte Interaktionsprozesse“ zurückgeführt werden, die von den traumatisierten Mütter in ihren Beziehung nur so  zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

Ressourcen

 

Frühe Verletzungen haben in uns die Ressource für eine tiefe Wahrnehmungsfähigkeit angelegt. Wenn wir möchten, können wir diese hohe Sensibilität als Zugang für mehr Liebe für uns selbst und damit auch für unsere Kommunikation und eine verbesserte Verbindung mit anderen Menschen nutzen. Wenn wir uns  unseren Verletzungen und übertragenen Emotionsmustern stellen, öffnet sich der Weg für eine tiefe Berührung mit unserer ursprünglichen Weiblichkeit und unserer Intuition.

 

In dieser Weise geht es dann auch in der Reihe unserer Töchter gut weiter.

Wichtig ist, zu verstehen, dass es immer unsere eigenen Wirklichkeitskonstruktion ist, die uns in Wiederholungsschleifen hält und uns immer wieder in die gleiche Situaiton bringt.

 

Aufstellungswochenenden für Frauen

 

Das bekommst du an diesen Wochenenden

  • Kontakt mit Frauen, die eine ähnliche Struktur haben, wie du
  • Einen geschützten Raum 
  • Ein begrenztes Setting (max. 8 bis  10 Teilnehmerinnen)
  • Wissenschaftlichen Input in der Thematik
  • Klärung deines familiären Herkunftssystem 
  • Aufstellung deiner Mutterbindung/-beziehung
  • Biografiearbeit in Bezug auf deine Frauenreihe 
  • Heilung des Traumas auf einer tiefen Ebene 
  • Unterbrechung von alten Mustern und Verstrickungen
  • Eine individuelle Affirmation 
  • Mehr Selbstakzeptanz und inneren Frieden
  • Bewusstseinseinsbildung im Fraubewussstsein 5.0

 

Termine im Jahr:
28./29. März 2020 und 

Veranstaltungsort: Geburtshaus in Fulda, Bahnhofstraße 12

Zeit: samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr und sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr

Investition (für ein Wochenende): Mit eigener Aufstellung 235.- €/Person,  als Probantin 80.- €/Person

Für mehr Informationen schreibe mir bitte eine E-Mail über das Kontaktformular:

 

Online Seminare für Kriegsenkelinnen

Austausch, Vernetzung und Wissenschaft für Kriegsenkelinnen

Nächste Online Seminare

Online Talk am Dienstag

Einführung in die Thematik und Austausch

Diese Veranstaltungsreihe ist kostenfrei. Sie bietet dir die Möglichkeit, dich über die Thematik der Kriegsenkelinnen zu informieren und mit anderen Frauen darüber in Austausch zu kommen. Der Online-Talk findet immer am ersten Dienstag eines Monats statt.

Online Talk am Dienstag – 03. Dezember 2019 – 18:30 Uhr

Online Talk am Dienstag – 07. Januar 2020 – 18:30 Uhr

Online Talk am Dienstag – 04. Februar 2020 – 18:30 Uhr

Online Talk am Dienstag – 03. März 2020 – 18:30 Uhr

Live Online-Webinare 

Wissenschaft für Kriegsenkelinnen

Diese Veranstaltungen sind kostenpflichtig. Du bekommst in den Webinaren wissenschaftlich aufbereiteten Input zu dem Themenfeld Kriegsenkelinnen. Du erfährst, wie frühe Prägungen durch deine Mutter oder übernommene (auch vererbte) Muster aus deiner Ahninnenreihe die Qualität deiner Beziehungen heute noch bedingen und wie sie deinen beruflichen Erfolg hemmen oder ganz blockieren können.

Die Erbse finden – 12. Dezember 2019 -18:30 Uhr

Kriegsenkelinnen von innen – 09. Januar 2020 – 18:30 Uhr

Weil Zeit nicht alle Wunden heilt – 13. Februar 2020 – 18:30 Uhr

Die Illusion vom schönen Leben – 12. März 2020 – 18:30 Uhr

Hier findest du mehr Informationen zum Thema Kriegsenkel/innen: Kriegsenkel e. V.

Kriegsenkel e. V. wurde 2010 nahe Hamburg gegründet und ist seither überregional aktiv. Er bietet Seminare und Tagungen zum Thema an, vernetzt Interessierte und Akteure zum Thema, betreibt eine umfangreiche Website und ist auch mit einer Facebook-Seite und -Gruppe aktiv.

https://www.kriegsenkel.de